26.01.2009 - Besuch der Delegation des russischen Katastrophenschutzes aus Krasnodar
Weingarten
- Nach dem Besuch der Delegation des russischen Katastrophenschutzes aus Krasnodar starten
jetzt die Vorbereitungen im Technischen Hilfswerk (THW) Weingarten für den Jugendaustausch im
August 09. Fünf Tage waren Petr Wiktorowitsch Schepelkow (Leiter der Region Krasnodar) und sein
Stellvertreter Michael Burjak auf Einladung der THW Jugend Weingarten zu Gast in Deutschland um
die Partnerschaft beider Organisationen zu festigen und einen dauerhaften Jugendaustausch zu
vereinbaren. Mit 15 Jugendlichen aus Krasnodar wird die THW Jugendgruppe zum Landesjugendlager
nach Eberbach fahren und danach eine Woche in Weingarten verbringen. Die russische Delegation
verbrachte den ersten Tag in der THW Bundesschule Neuhausen a.d.F. Fachlehrer Stephan Knobloch
informierte über die Ausbildung innerhalb des THW und Schulmanager Claus Höllein berichtete von
den internationalen Einsätzen. Nach dem Besuch der Landeshauptstadt Stuttgart, fuhr die Delegation
am zweiten Tag nach Weingarten und wurde vom Geschäftsführer Frieder Walz (Biberach), dem
Ortsbeauftragten Carsten Rebh (Weingarten) und dem Landesjugendleiter Alexander Weber
(Friedrichshafen) im THW Ortsverband (OV) Weingarten herzlich begrüßt. Der Technische
Zug und fünf Junghelfer hatten im Hof des OV einzelne Stationen aufgebaut und demonstrierten
die Leistungsfähigkeit des THW. Hierbei überzeugten die Helfer trotz eisiger Kälte mit fachlicher
Kompetenz und technischem Geschick. Petr Schepelkow war begeistert: “Ihr seid sehr gut.” Ein so
hohes Niveau hatte er von einer ehrenamtlichen Organisation nicht erwartet. Dezernent Gerd Hägele
und Lothar Fischer begrüßten am dritten Tag in einem würdigen Rahmen die Gäste im Landratsamt und
stellten den Katastrophenschutz des Landkreises vor. Anschließend führte Lothar Fischer die
Delegation durch die Leitstelle Ravensburg. Am Nachmittag empfing Oberbürgermeister Markus Ewald
die russischen Gäste im großen Sitzungssaal. Die Bedeutung der Jugendarbeit im THW unterstrich der
THW Landesbeauftragte für Baden-Württemberg, Dirk Göbel durch seine Anreise aus Stuttgart.
Oberbürgermeister Ewald hatte sich vorher über die Region Krasnodar genau informiert und
überraschte mit seinem Wissen. Er lobte den Einsatz des THW für die Bevölkerung und die Stadt,
begrüßte ausdrücklich den Jugendaustausch zwischen beiden Organisationen und sagte seine
Unterstützung zu. Dann wurde die Feuerwehr Weingarten besucht, die prompt einen Einsatz hatte.
Am vierten Tag wurden die Städte Weingarten und Ravensburg zu Fuß erkundet. Mittags erläuterte
Prof. Feinäugle von der Pädagogischen Hochschule die Geschichte des Russenfriedhofes in Weingarten
und die historischen Zusammenhänge. Am letzten Tag wurde in überlingen der überwiegend jugendlichen
Opfer des Flugzeugabsturzes 2002 gedacht und die russischen Gäste legten Blumen am Gedenkstein nieder.
Ein Moment der Hilflosigkeit gegenüber menschlichem Leid, aber auch ein Moment der Hoffnung. Dieser Ort
bringt Menschen zusammen, lässt teilhaben am Leid des anderen, tröstet und überwindet nationale Grenzen.
Nach einem gemeinsamen Spaziergang am Bodensee und dem Besuch der schönsten Dorfkirche der Welt in
Steinhausen, traten die Gäste von Frankfurt/Main aus, die Rückreise an. (Josef Neisen)
Ansprechpartner
THW Weingarten, Josef Neisen (stellv. Ortsbeauftragter, Jugendbetreuer),
Weltestr. 9, 88250 Weingarten,
Telefon: 0751 / 47 151
Englische Version
Bildmaterial Neisen:
Bild 13(links): (v.l.n.r.) Petr Wiktorowitsch Schepelkow, Anja Protasova (Sprachmittlerin), Dezernent Gerd Hägele vom Landratsamt Ravensburg
Bild 16(mitte): Lothar Fischer (Mitte) vom Landratsamt, erklärt in der Leitstelle Ravensburg wie ein Notruf abgearbeitet wird.
Bild 22(rechts): (v.l.n.r.) Michael Burjak, Anja Protasova (Sprachmittlerin), Petr Wiktorowitsch Schepelkow und Oberbürgermeister Markus Ewald